Schau… 100.000 Women in White

Wer sind die „Women in White“ ?

IMAGINE… women coming together to stop war!


Gestern hatte ich ein langes Gespräch mit meiner Freundin Gea, die seit Dezember in Kyjiw lebt.
Freiwillig.

Weil sie dorthin gerufen wurde. Von Freunden. Und vom Leben.

Unter Tränen hat sie mich gefragt: Susanne, wenn Ihr gleich auch für die russische Seite Empathie habt: habt Ihr denn wirkliche Empathie für die ukrainischen Menschen? Weißt Du, was das heißt? jeden Tag sterben hier Nachbarn! Soo viel Leid! Lässt DU das an Dich heran?

Katie aus unserer Kerngruppe sagt: um zu heilen, um die gewalt in Palästina beenden zu können, braucht es das Erleben, dass Juden auch woanders sicher sein können.

Im Gespräch haben wir entdeckt: Ihr Opa ist auf dem KZ-Todesmarsch durch „mein“ Dorf, durch Königsdorf,  gelaufen.

Im Februar waren 12 Frauen bei uns in Mooseurach, knapp die Hälfte jüdische Nachkommen von Opfern des Holocaust. Andere Enkelinnen hoher SS-Offiziere.  
Eine Woche lang haben wir uns gegenseitig zugehört, um transgenerationales Trauma zu heilen, sind Teile des Todesmarsches rückwärts gelaufen, haben miteinander geweint, gesungen gelacht und getanzt… Und es haben sich tiefe Freundschaften gebildet. 



Eine riesige Freude ist es mir, zu sehen, wie das Urbild der Frauen in Weiß in so vielen von uns lebt. Nicht nur, weil es in so vielen Kulturen über die Jahrtausende auftaucht –

da scheint es etwas Tieferes zu geben: zur weißen Fahne zu werden.

Jeden Freitag ziehen wir uns weiß an. Viele.

Viele sagen: ich kann Euch grad nicht anders unterstützen – aber das tu ich gerne. Und habe dabei jeden Freitag berührende Begegnungen. Die entstehen, weil Menschen mich fragen: warum bist Du weiß angezogen?

Von den Mönchen, die durch Amerika wandern habe ich gehört: Natürlich schafft unsere Pilgerreise nicht den Frieden! Aber unsere Botschaft berührt und weckt in den Menschen ganz tief drin ihre Sehnsucht nach Frieden – und DAS erschafft ihn.

So lebe ich mit den Fragen:

Was ist meine tiefster Impuls, für den ich gehe?

Ist es Gewaltlosigkeit ? – 

„Frieden“ – ?

Empathisches Verständnis aufzubringen für alle Seiten?
Für die guten Beweggründe und Bedürfnisse hinter ihren oft schrecklichen Handlungen?

Wenn Du mitmachen willst, schreib bitte eine Mail: susanne@ambula.de

(Die Vision wurde formuliert von Miki Kashtan aus Israel und Aida Shibli aus Palästina)